#Lumpazi 2.0 - Johann Nestroy einmal anders

Bearbeitung des Theaterstücks „Lumpazivagabundus“ von Johann Nestroy
Autor und Regisseur: Robert Traxler

Personen und ihre Darsteller (Mehrfachbesetzungen):

Amorosa, Liebesfee:                                      Andrea Pammer / Karin Schinagl
Fortuna, Glücksfee:                                       Stefanie Chalupar
Stellaris, Feenkönig; Lagerfield:                    Martin Chalupar
Lumpazivagabundus:                                     Robert Traxler
Meli, Modedesignerin:                                  Lydia Beutl
Robin, Tischlerlehrling:                                 Niko Königsecker
Lukas, Taugenichts:                                       Markus Birngruber
Mutter/Frau Hobelmann/Croupier:                Kerstin Böhm
Sarah, Tochter von Hobelmann; Chanel:       Anna Birngruber
Kellnerin/Sekretärin/Colette:                         Victoria Pröll
Kellnerin/Sekretärin/Lily:                              Theresa Wirtl
Feengestalten:                                                Schülerinnen der 1. und 2. Klassen der  NMS
Dunkle Lumpazis:                                          Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse


Die dunklen Lumpazis (3A-Klasse)


Feen von Amorosa und Fortuna, 1. Klasse (unten), 2. Klasse (oben)

 

INHALT „Lumpazivagabundus“ von Johann Nestroy (1801- 1862)

Hauptpersonen im Original: Stellaris (Feenkönig), Fortuna (Beherrscherin des Glücks), Brillantine (Fortunas Tochter), Amorosa (Beschützerin der Liebe),

Lumpazivagabundus (Ein böser Geist), Mystifax (alter Zauberer), Hilaris (Mystifax´ Sohn) Knieriem (Schustergeselle), Zwirn (Schneidergeselle), Leim (Tischlergeselle)

Dieses Stück handelt von dem Kampf zwischen der Glücksfee Fortuna und der Liebesfee Amorosa. Im friedlichen Feenreich stört der Geist Lumpazivagabundus den Frieden.

Er stiftet Zauberer- und Magiersöhne an, zu trinken, zu spielen; er verleitet sie zu einem Leben in Saus und Braus. Doch der Feenkönig Stellaris gibt ihnen ihr verlorenes Gut wieder zurück. Das beeindruckt die „Bösewichte" aber gar nicht und sie leben ihr Leben wie vorher weiter.

Nur Hilaris, der Sohn des Zauberers Mystifax, beschließt ein neues Leben zu beginnen und zu heiraten. Er will die Tochter von Fortuna, Brillantine, zur Frau nehmen. Doch Fortuna weigert sich.

Nun kommt es zu einem Versuch: Die mächtige Glücksfee Fortuna glaubt, allein durch Reichtum jeden Menschen wieder auf den rechten Weg bringen zu können. Lumpazivagabundus jedoch behauptet, dass die Liebesfee Amorosa mächtiger als die Glücksfee sei. Fortuna wird drei lockeren Gesellen, die bis jetzt in Armut gelebt haben, Reichtum zukommen lassen. Wenn wenigstens zwei von ihnen dadurch zu Vernunft kommen und ein neues Leben beginnen, so ist Fortunas Macht erwiesen; wenn die Gesellen jedoch den Reichtum verschleudern und ihr Glück mit Füßen treten, dann sollen Hilaris und Brillantine ein Paar werden.

Fortuna erscheint nun den drei Gesellen Leim, Knieriem und Zwirn im Traum und verrät ihnen die Nummer des Gewinnloses in der Lotterie. Die drei gewinnen tat-sächlich eine Menge Geld. Leim heiratet, legt sein Geld gut an und bleibt ein wohl-habender Mann. Knieriem und Zwirn jedoch verprassen ihr Geld wieder und werden wieder arm. Nach einem Jahr treffen sich die drei wieder - zwei arm, einer reich.

So beschließt Leim seinen Freunden Geld zu geben, aber die anderen zwei wollen ihr freies Leben nicht aufgeben, und damit hat Fortuna die Wette verloren und muss zugeben, dass Amorosas Macht die ihre übertrifft.

Hilaris und Brillante werden ein Paar, und Amorosa bringt durch die Macht der Liebe sogar noch die beiden anderen Gesellen auf den rechten Weg und verbannt damit den bösen Geist für immer aus dem Feenreich.

Die Zauberposse möchte zeigen, dass in zwei von drei Fällen Geld eine größere Rolle spielt als Liebe, jedoch wenn einer von der Liebe erfasst wird, dann ist selbst der lausigste Vagabund ihr ergeben.

 

#Lumpazi 2.0 - Bearbeitung von Robert Traxler

Robert Traxler hat sich „Lumpazivagabundus“ von Johann Nestroy zur Vorlage genommen, um daraus ein kritisches Stück für Jung und Alt zu machen.

Er übernimmt als Autor, Regisseur und Darsteller eine dreifache Aufgabe, wenn er in der Rolle des Lumpazivagabundus als Beherrscher des lustigen Elends, Beschützer der Spieler, der Trinker und Drogensüchtigen auftritt.

Stellaris, Fortuna und Amorosa haben auch in der Neubearbeitung die gleiche Bedeutung wie im Original. Fortuna schüttet ihr Füllhorn über sie aus und Amorosa ist die Beschützerin der wahren Liebe. Immer wieder geht es zwischen Amorosa und Fortuna um einen Macht-kampf.

Lumpazivagabundus wird von dunklen Gestalten begleitet, Amorosa und Fortuna von kleinen Feengestalten.

Robin hat eine Lehre als Tischler begonnen, aber dann die Lust am Arbeiten verloren.

Er hat auch die falschen Freunde kennengelernt. Meli ist eine studierte Modedesignerin,

hat sogar ein eigenes Geschäft eröffnet, aber es geht auch mit ihr bergab. Lukas hat gar nichts gelernt, er will sich einfach so durchs Leben schlagen.

Diese allzu menschliche, moderne und schräge Story über drei Jugendliche, gespielt von Lydia Beutl, Markus Birngruber und  Niko Königsecker, zeigt auch den Widerstreit von Glück und Liebe auf, zumal auch der Einfluss des „Bösen“ eine maßgebliche Beteiligung in unserem gesellschaftlichen Leben erhält.

Neben den theatralischen Elementen darf man sich neben Licht- und Visualisierungs-effekte auf rappende und tanzende Schüler der NMS Rainbach freuen. Models aus der Region und der tschechischen Partnerschule Kaplitz sind im Rahmen des Theaters auf dem Laufsteg unterwegs.

 

Termine:
Sa., 14. Oktober, 19.30 Uhr            So., 15. Oktober, 16.00 Uhr
Fr., 20. Oktober, 19.30 Uhr             Sa., 21. Oktober, 19.30 Uhr
So., 22. Oktober, 16.00 Uhr
                                                           Ort: Turnsaal der NMS Rainbach

Vorverkauf: Online: www.jungebuehnerainbach, Raiba, Ö-Ticket (Platzreservierung!)

#LUMPAZI 2.0: Nestroy im Drogenrausch

RAINBACH. Nach "Die Welle" (2009), "Oliver Twist" (2012) und dem äußerst erfolgreichen Jugendstück "Das Camp" (2013), das auch im Burgtheater aufgeführt wurde, steht beim Jugendtheater Rainbach im Herbst eine Bearbeitung von "Lumpazivagabundus" auf dem Programm. Die Vorbereitungen sind angelaufen.

Regisseur Robert Traxler hat den Bühnenklassiker spektakulär verfremdet. Die drei Handwerksgesellen werden in seiner Bearbeitung zu jugendlichen Problemfällen, die mit Drogen, Verwahrlosung, Liebesschmerz und Sehnsucht zu kämpfen haben. Diese allzu menschliche, moderne und schräge Story über drei Jugendliche kommt im Herbst zusammen mit singenden und tanzenden Schülern der neuen Mittelschule Rainbach zur Aufführung. Regisseur Robert Traxler, der im Sommertheater in Leopoldschlag selber auf der Bühne steht, traf sich mit den jungen Talenten zu einer ersten Leseprobe.

Da es sich um ein Jugendthema handelt, werden Schülervorstellungen angeboten. Die Premiere mit zwei Schülervorstellungen findet am Freitag, 13. Oktober statt. Die Abendvorstellungen beginnen am Samstag, 14. Oktober, im Turnsaal der NMS.

Das Stück #Lumpazi 2.0 wird zusammen mit der NMS Rainbach aufgeführt. Eine Modelszene wird von jungen heimischen und tschechischen Schönheiten übernommen. Eine Probe am Catwalk hat bereits stattgefunden.

Quelle: tips.at

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